Vertraust Du Dir - Selbstbewusste Kinder - Kiel

Vertraust du dir?

Mutige Kinder vertrauen sich selbst. Denn sie haben ein positives Selbstkonzept, das heißt, sie glauben an sich. Sie schätzen sich optimistischer ein und dies wirkt sich auf künftige Leistungen aus. Sie lassen sich auch von Misserfolgen nicht so leicht unterkriegen, weil sie darauf vertrauen, dass es beim nächsten Mal wieder besser wird.

Kinder mit einem negativen Selbstkonzept sind misserfolgsorientiert; sie erwarten zu scheitern. Auch setzen ihnen Misserfolge stark zu. Wenn negative Erwartungen sich dann bestätigen, leidet wiederum das Selbstbewusstsein. Es entsteht ein Teufelskreis aus negativer Erwartung und negativer Erfahrung.

Selbstvertrauen stärken

Soweit die Theorie. Wie lässt sich nun in der Praxis das Selbstvertrauen der Kinder stärken, die in der Schule oder in der Freizeit oft denken: „Ich kann das eh nicht“? Ansatzpunkte gibt es einige, sowohl für die Eltern als auch für die Kinder. Mit der Unterstützung des Elternhauses kann das Kind das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und sein Selbstvertrauen (wieder)entdecken.

Talente in den Vordergrund stellen

Eltern sollten die Talente des Kindes in den Vordergrund stellen, mit ihm gemeinsam seine Stärken erforschen und sie ruhig auch aufschreiben. Vielleicht wartet ein neues Hobby darauf, entdeckt zu werden? Mit Schwächen des Kindes sollten sie tolerant umgehen. Sie sollten dem Kind dabei helfen, erreichbare (schulische) Ziele zu definieren, sodass eine Chance auf Erfolg besteht, und es nicht überfordern – auch wenn es ihnen vielleicht schwerfällt, die Erwartungen ans eigene Kind zurückzufahren.

Sich selber stärken

Aber auch die Kinder können sich selber Stück für Stück stärken. Sie können versuchen, ihre Körpersprache zu überprüfen und so oft wie möglich eine selbstbewusste Haltung einzunehmen, bis sich diese Haltung irgendwann verselbstständigt. Kinder können Leuten gezielt in die Augen schauen, und beobachten, wie andere Leute sie dadurch ganz anders wahrnehmen. Sie können sich selber Dinge sagen, die sie als Person auszeichnen, und sie aufschreiben, sodass sie die Zettel jeden Tag sehen.

Auch bei Kindern, die gar nicht schüchtern sind – denn Kinder mit einem negativen Selbstkonzept sind nicht automatisch auch schüchtern – führen diese kleinen Übungen im Alltag dazu, dass sie ihrer Welt und ihren Aufgaben stärker gegenübertreten.